»Midsommar« ein Sommerfest - Blumen, Tanz und gutes Essen | 20.06.2005
Midsommar ist das größte Fest des Jahres in Schweden. Es ist sogar größer als Weihnachten und Ostern. Die meisten Schweden feiern es mit Verwandten, Freunden und Nachbarn wobei es immer an dem Freitag gefeiert wird, der dem längsten Tag im Jahr am nähesten ist. Dabei geht im nördlichsten Schweden die Sonne überhaupt nicht mehr unter, es ist die ganze Nacht durch taghell. Der Freitag wird »midsommarafton« (Mittsommerabend) genannt und der Samstag wird »midsommardag« (Mittsommertag).
Midsommarstången
Am Mittsommerabend wird der Mittsommerbaum aufgestellt. Er sieht in den verschiedenen Teilen des Landes immer etwas anders aus. Man schmückt ihn mit Blättern und Blumen. Danach tanzt man im Kreis um diesen Baum, dabei werden verschiedene Spieltänze getanzt, einer davon handelt zum Beispiel von einem Frosch und man imitiert beim Tanzen seine Bewegungen. Das ist vor allem für die Kinder sehr lustig, aber auch die Erwachsenen haben nach ein paar Schnäpsen sichtlich Spaß daran.
Man zieht sich schöne Kleider an, die Mädchen und Frauen haben meist weiße oder blumige Kleider und viele ziehen sogar zu dieser besonderen Gelegenheit ein einziges mal im Jahr ihre Trachten an. Einige machen sich Kränze aus Blumen uns setzen sie sich oder ihren Kindern auf.
Helan går
sjung hoppfaderallanlallanlej,
helan går
sjung hoppfaderallanlej.
Och den som inte helan tar
han heller inte halvan får.
Helan går
sjung hoppfaderallanlej!
Essen und Trinken
An Mittsommer isst man die ersten Jungkartoffeln. Sie werden zusammen mit Hering, Sauerrahm, Schnittlauch, Knäckebrot und Käse. Viele nehmen einen – aber meistens dann doch mehrere – so genannten »nubbe« während des Essens zu sich (das ist nichts anderes als 2-4 cl Schnaps) und singen ein Trinklied wie dieses neben dran, welches eigentlich nur darum handelt, den Schnaps auf ex auszutrinken, oder gar keinen zu bekommen. Es wird aber auch »öl«, also Bier dazu getrunken. Zum Nachtisch gibt es dann frische schwedische Erdbeeren mit Sahne.
Magische Natur
Früher glaubte man, dass die Natur in der Mittsommernacht (der Nacht zwischen Freitag und Samstag) magisch war. Elfen tanzten und Trolle standen hinter den Bäumen. Man glaubte dass der Morgentau kranke Tiere und Menschen heilen konnte. Deshalb sammelte man etwas Tau in einer Flasche. Dieser Tau war auch zum Brot backen gut, das Brot und die Brötchen wurden davon groß und lecker, so glaubte man.
Sieben Blumen
Unverheiratete Mädchen pflücken in der Nacht sieben oder neun Sorten wilder Blumen, die sie dann unter ihr Kopfkissen legen. Dann sollen sie der Legende nach von dem träumen, den die irgendwann einmal heiraten werden. Die müssen aber beim Pflücken absolut still sein und am nächsten Tag dürfen sie niemandem erzählen von wem sie geträumt haben, sonst geht der Traum nicht in Erfüllung.
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Manuela aus Berlin schrieb am 20.06.2005
Jeena Paradies aus Varberg schrieb am 21.06.2005
Matthias Ripp aus Bamberg schrieb am 21.06.2005
Cathrin aus Friedrichshafen schrieb am 23.06.2005
Anonym aus Sven schrieb am 23.06.2005
Hej,
ich habe letztes Jahr midsommar gefeiert, allerdings in Kopenhagen mit Schweden(innen), war wirklich gut.
Ach, in Berlin (ich komme aus Berlin, lebe jetzt aber in der Schweiz) gibt es ein paar Vereine / Organisationen, sollte also kein Problem sein, dort auch midsommar zu feiern.
Har det bra
Matthias Ripp aus Bamberg schrieb am 24.06.2005
Ich lese gerade einen spannenden Krimi
Alexander aus dem guten alten Mannheim schrieb am 24.06.2005
Hallo Jeena,
schwedischen Midsommar
Jeena Paradies aus Varberg schrieb am 24.06.2005
Eine gute Idee eigentlich Alexander, aber jetzt nicht, jetzt gehen wir erst mal in die Stadt tanzen, nachdem wir gerade gut gegessen und getrunken haben ;-)
Herr der Hot Dogs aus Erlangen schrieb am 24.06.2005
camilla aus berlin/tyskland schrieb am 23.06.2006
Stella aus schrieb am 23.06.2006